25 Brände gelegt: Feuerwehrmann aus Lützelbach vor Gericht

LÜTZELBACH/ASCHAFFENBURG/MILTENBERG. Prozesstart heute für die Zündler-Serie aus dem Kreis Miltenberg. Ein 47-Jähriger aus dem benachbarten hessischen Lützelbach muss sich für über zwei Dutzend Brände verantworten.
Angeklagter legt Teilgeständnis abDer Angeklagte hat zuhause zeitverzögerte und sich selbstauslösende Brandvorrichtungen gebastelt und diese fast täglich mit sich herumgetragen, heißt es heute am Landgericht. Hauptsächlich bestanden die Vorrichtungen aus Streichhölzern, Papier und Plastikteilen. Um das Entzünden besser planen zu können, hat er sie mit Elektrochips ausgestattet, die er in China bestellte. Der Lützelbacher Lokalpolitiker war nach der Corona-Zeit eigenen Angaben zufolge gefrustet, dass es nur so wenige Einsätze für die Feuerwehr gab. Deshalb legte er selbst Feuer. Und je häufiger er als Zündler unterwegs war, desto normaler wurde es für ihn, einen Brand zu legen und dann zu löschen. Er flog auf, als einmal ein Brandsatz nicht zündete und die Polizei so seine DNA sicherstellen konnte.