Getöteter 18-Jähriger in Altenbuch: Afghanin angeklagt
ALTENBUCH. Nach dem gewaltsamen Tod eines jungen Afghanen in Altenbuch hat die Staatsanwaltschaft jetzt eine Frau angeklagt. Die 32-Jährige wird des Mordes beschuldigt.
Mann möglicherweise schuldunfähig?
Der Fall hat letzten Sommer für Aufsehen gesorgt: Fußgänger haben auf einem Forstweg die Leiche des 18 Jahre alten Afghanen gefunden. Polizisten haben dann eine Flüchtlingsunterkunft durchsucht und ein Ehepaar festgenommen. Die Frau ist jetzt wegen Mordes angeklagt. Für ihren 39 Jahre alten Mann beantragte die Staatsanwaltschaft die Durchführung eines Sicherungsverfahrens. Das bedeutet, man geht von einer Schuldunfähigkeit des Mannes zur Tatzeit aus, etwa durch eine psychische Erkrankung. Der Mann gestand die Tat vor wenigen Wochen. Er hat laut Staatsanwaltschaft aus einer irrationalen Angst heraus gehandelt. Er glaubte, sein eigener Sohn könnte von dem Opfer belästigt werden. Danach starb der junge Mann an Kopfverletzungen durch ein Beil.