Spielehersteller verlegt Werk nach Frankfurt

Nintendo schließt Werk Großostheim – 130 Jobs vor Aus!

Foto: Rudolf Stricker
Foto: Rudolf Stricker

GROSSOSTHEIM. Paukenschlag in Großostheim: Der Nintendo-Standort hier soll geschlossen werden.  Das hat uns Aschaffenburgs Landrat Dr. Ulrich Reuter heute mitgeteilt. Er selbst wurde telefonisch von Nintendos Deutschlandchef über die Schließung informiert. Natürlich könnten die knapp 130 Beschäftigten in Großostheim ihre Jobs verlieren.  Denn der Standort wird geschlossen und teilweise nach Frankfurt verlagert. Großostheims Bürgermeister Herber Jakob und Landrat Ulrich Reuter haben sofort einen Brief an Ministerpräsident Seehofer geschrieben. Sie fordern einen Sozialplan für alle Angestellten in Großostheim. Die Firmenleitung des japanischen Elektronik-Spielekonzerns Nintendo hatte den Betriebsrat, Mitarbeiter und Politiker aus der Region gleichzeitig informiert – und so vor vollendete Tatsachen gesetzt.

Bausback und Gerlach bestürzt
Die Aschaffenburger Landtagsabgeordneten Staatsminister Prof. Dr. Winfried Bausback und Judith Gerlach zur geplanten Auflösung des Nintendo-Standorts in Großostheim: „Die angekündigte Schließung der Nintendo-Niederlassung ist ein Schock für Großostheim und die gesamte Region! Sie trifft uns völlig unvorbereitet.“  Bausback weiter: „Ich habe deshalb umgehend Kontakt mit dem Geschäftsführer von Nintendo Deutschland aufgenommen und unseren Ministerpräsidenten Horst Seehofer sowie meine Kollegin Ilse Aigner um Unterstützung gebeten. Mit dem Großostheimer Bürgermeister Herbert Jakob und Landrat Dr. Ulrich Reuter stehe ich ebenfalls in engem Austausch.“ Bausback und Gerlach abschließend: “ Hinter den 130 betroffenen Arbeitsplätzen stehen 130 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit ihren Familien. Für sie müssen wir uns mit aller Kraft einsetzen. Es ist deshalb wichtig, dass wir alle Beteiligten aus der Region schnell an einen Tisch bringen: Nintendo, Gemeinde, Landkreis, Beschäftigtenvertreter und Politik. Wir müssen gemeinsam nach Lösungen für die Beschäftigten suchen!“

Das offizielle Statement von Nintendo
„Nintendo of Europe hat einen Konsultationsprozess bezüglich mehrerer Änderungen seiner Organisationsstruktur begonnen. Langfristiges Ziel dieser Änderungen ist, dass sie dem Unternehmen ermöglichen sollen, sich besser an einen sich sehr schnell wandelnden Markt anzupassen. Zu diesen Änderungen zählen die Zusammenlegung der beiden Standorte Frankfurt am Main und Großostheim – Frankfurt würde dann die neue Europazentrale des Unternehmens werden -, die Schließung des Lagers und des Bürostandortes Großostheim, sowie das Outsourcing und die Neuorganisation weiterer Funktionsbereiche. Die Entscheidung, diese Änderungsmaßnahmen in den Konsultationsprozess zu geben, wurde nicht leichtfertig getroffen. Vielmehr liegen ihr umfassende Analysen und gewissenhafte Abwägungen zu Grunde. Leider hätten diese Maßnahmen für einige der Mitarbeiter in Großostheim direkte Konsequenzen, da rund 130 festangestellte Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren würden. Um die Umsetzung der Maßnahmen sozialverträglich gestalten zu können, werden sich die Unternehmensleitung und der Betriebsrat eng abstimmen. Wichtigstes Ziel der Verhandlungen ist, bei den betroffenen Mitarbeitern so schnell wie möglich für Klarheit zu sorgen und ihnen größtmögliche Unterstützung zukommen zu lassen.“

Kommentare

  1. der-der-mitleid-hat sagt:

    soso, der herr bausback und frau eigner wollen helfen. das ich nicht lache. erinnert sich hier noch einer an die m+s elektronik ag in niedernberg, etwa 5 kilometer weiter? vor 12 jahren ging es um etwa 2000 mitarbeiter und die csu hat einen scheiß getan bzw. geholfen. scheinheiliges pack. wer sich auf die verlässt ist verlassen.

  2. David sagt:

    Also zuerst einmal sind Eure „Nutzernamen“ mit „ein Nintendo Mitarbeiter“, „noch ein …“,“schon wieder ein…“ nicht sehr überzeugend. Ich weiß nicht, auf mich macht es den Eindruck als käme alles vom gleichen User.

    Macht doch eine Petition auf gegen die Schließung, vielleicht bringt es ja etwas. Ich denke in Europa/Deutschland habt ihr in Grossostheim genug Sympathien um Nintendo zu zeigen, dass sie sowas nicht machen können, ohne das ein Aufschrei durch ihre Fans geht.

    Ich denke schon, dass ihnen ihr Image und ihre Fans in Europa etwas bedeuten, von daher wäre es ja vielleicht ein Weg sie zum nachdenken zu bewegen.

    • Hans sagt:

      Was ist denn das für ein weltfremder Kommentar? Pettition? Wie naiv muss ein Mensch sein, dass er so etwas glaubt? Leute, der Käs is gesse! So schwer es auch für die verbitterten NINTENDO Mitarbeiter ist. Der Trend zeigt sich in ganz Deutschland. Sind mal keine Rekordgewinne zu verzeichnen, rollen Köpfe! Sind Rekordgewinne zu verzeichnen, rollen auch Köpfe, weil es hätte ja mehr sein können!Ausserdem sind die deutschen Mitarbeiter eh zu teuer…das machen andere billiger, Eu seih Dank

  3. Und noch ein Nintendo-Mitarbeiter sagt:

    Was die Meldung nicht verrät: Zusätzlich zu den 130 Großostheim-Mitarbeitern werden auch ca. 190 Leasing-Arbeitskräfte aus dem Bereich Lokalisation entlassen (…). Damit reduziert sich der Umfang an Lokalisationspersonal um ca. die Hälfte, und es wird verstärkt outgesourct.

    Was wesentlich prägnanter ist (und ich weiß, das ist eine Kristallkugelgeschichte) ist, dass alle Anzeichen darauf hindeuten, dass auf eine Entlassung bzw. das Outsourcing zahlreicher weiterer Bereiche, z.B. Marketing oder Lokalisierung hingesteuert wird. Es würde mich nicht wundern, wenn an gleicher Stelle in einem Jahr von weiteren 200 Kündigungen zu lesen ist.

    • Chantal sagt:

      Genau das ist auch meine Ansicht. Von daher ja auch „sucht Euch einen Anwalt und direkt einen neuen Job, denn gekündigt werdet Ihr sowieso, nachdem Nintendo den Umzug schön mit Euch über die Bühne gebracht hat“.

    • Toad sagt:

      Und alles noch rechtzeitig genug, dass auch die Leasingfirmen die Kündigungen rausschicken können….

  4. werner sagt:

    die Agentur für Arbeit verlangt einen Fahrweg von einfach 1 1/2 Stunden/Tag für einen Arbeitnehmer. Von Ostheim zum neuen Standort ist es weniger Fahrzeit. Weshalb regen sich die Menschen denn über einen Standortwechsel auf?? Die Mitarbeiter können am neuen Standort doch auch arbeiten.
    In der Vergangenheit haben arbeitswillige den Weg von Bad Brückenau nach Frankfurt täglich auf sich genommen, was ist heute mit den Menschen los?

    • Nintendo-Kunde sagt:

      Bei DEN Benzinpreisen bleibt am Ende noch weniger Geld übrig.

    • Chantal sagt:

      Leider geht Deine Rechnung nicht ganz auf. Es gibt Mitarbeiter, die vor einigen Monaten Häuser in die „falsche Richtung“ gebaut haben, weil es niemand für nötig erachtet hat, sie darüber zu informieren, dass es vielleicht wenig Sinn macht, in der Nähe von Gro zu bauen, da man dort schließt. Diese und alle Mitarbeiter sind Nintendo vollkommen egal. Hauptsache, die weder der deutschen noch der englischen Sprache mächtigen japanischen Manager, die hier in Deutschland nichtsdestotrotz die Geschäfte führen (das Ergebnis sehen wir ja jetzt), können demnächst ihre kids in die dann näher gelegenen Frankfurter Privatschulen schicken ….. auf Kosten der Mitarbeiter, die ihre Kinder aufgrund von dann 3-4 Std pendeln täglich nicht einmal mehr sehen werden unter der Woche, gell?

      • rudolf sagt:

        wer heutzutage noch Häuser baut, die 20 Jahre ode rmehr abbezahlt werden müssen, verdient es nicht anders! Die Zeiten, wo Papa 45 Jahre im selben Unternehmen arbeitete sind lange vorbei. Das ist bekannt. Wer einen bürgerlichen lebensentwurf wählt mit Heim, Herd und Neuwagen, der sollte das nötige Geld haben oder sich der Risiken bewusst sein

        • Peter W. sagt:

          ..behauptet wohl jemand, der das auch gerne gehabt hätte, sich das aber niemals leisten konnte!?! Was soll so ein schwachsinniger Kommentar? Soll ich mein Leben danach richten, das mein Arbeitgeber evtl irgendwann malzumacht oder seinen Sitz verlagert? Soll ich deshalb in Miete ziehen, damit ich dann möglichst schnell wieder weiterzeiehn kann? Dazu am Besten keine Kinder, da ist man ja noch flexibler? Mal ganz im Ernst, das Leben ist ein Risiko, man muß manchmal etwas riskieren und vor allem muß man auch mal Verantwortung übernehmen…

        • adrian sagt:

          (…) Wenn Du ein Haus baust, hast Du einen Radius von 50 Km in dem man einen Job für sich entdecken kann – man muss nur wollen! Das es unrealistisch ist, in dem eigenen Dorf nen Job zu bekommen, das verstehe ich! Aber ich bin auch nicht bereit von der Familie getrennt zu werden, weil ich auf Wanderschaften gehen soll – wegen nem JOB! NEEE! meine Lebensmittelpunkt ist „hier“ und alles andere muss man sich ausrichten! und wegen einem Job heute nach München und morgen nach Hamburg zu ziehen, weil irgend eine (…) Lobby sich was ausdenkt – bin ich nicht bereit! HAUSKAUF: wer kann sich heute 100k ansparen, vor allem von was (als Anzahlung). Also was bleibt übrig? Risiko und in 30ig Jahren ein Haus abzubezahlen und wenigsten noch im Alter etwas besser leben zu können anstatt dann (nach dem Du schön allen Arbeitgebern es recht gemacht hast) in Altersarmut zu versinken (…)!

          • Sportler sagt:

            und das schöne in unserem Lande….hier geht noch eben wahnsinnig viel

            Single oder Familie
            Eigentum oder Miete

            es kann sich hier jeder nach seinen Interessen einrichten

            das Hauptproblem ist

            sehr viele glauben das andere zuständig sind

            also

            selber sein persönliches Glück in die Hand nehmen

    • hans sagt:

      Es ist aber ein meilenweiter Unterschied, ob man sich von Anfang an darauf einlässt und das auch dementsprechend bei den Gehaltsverhandlung mit einbezieht, oder ob man wie eine Kiste von A nach B verschoben wird.

  5. Ex-Kunde sagt:

    Das so etwas kommen musste, war klar nach dem schon der Großteil der Logistik im Raum Aschaffenburg aufgelöst und nach Hamburg verlagert wurde.
    Das die Firmenzentrale nach Ffm verlegt wird, wo man Miete bezahlen muss anstatt den Standort Großostheim, der Eigentum der Firma ist, zu halten bzw. auszubauen zeigt, wohin der Weg führt. Raus aus Großostheim, raus aus Ffm, raus aus BRD,… evtl. nach Irland oder Holland, wo man es mit Steuern und anderen Sachen nicht so genau nimmt. (Steuervermeidung heißt das so schön im neoliberalen Kapitalistensprech)

    Das die Suppe die Mitarbeiter auslöffeln müssen, und auch noch die, die sich wirklich dem Buckel krumm schuften, ist ja nichts Neues. Das zeigt ein anderes aktuelles Beispiel bei BMW. Obwohl hier Gewinne im Milliardenbereich vermeldet werden mit Renditen bei ca. 10% (s.h. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/ueberraschendes-ergebnis-bmw-erreicht-rekordgewinn/9611450.html ) sollen hier die Bandarbeiter Ihre bezahlten Pausen gestrichen bekommen, um 100 Millionen einzusparen. Bekommen die Klattens und Quandts dieser Welt nie den Hals voll? Weitere Beispiele sind Atos (Schließung des Standortes Ffm), Opel (Bochum), Motorola oder Electrolux. Die Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen und erhebt bei weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wahrscheinlich klopft sich die ganze Bagage bei der nächsten Bilderberg-Konferenz auf die Schulter, wie toll Sie es den Arbeitern wieder gezeigt hat.
    Die Art und Weise, wie Nintendo, genau wie die anderen in meinem Kommentar aufgeführten Firmen, mit Ihren Mitarbeitern umgeht, zeigt deren Wertschätzung gegenüber Diesen bzw. den Mangel daran und ist daher falsch und moralisch Verwerflich.

    Den Mitarbeitern von Nintendo kann ich nur alles Gute und viel Glück wünschen. Vielleicht hilft es, das ganze als Chance für einen Neubeginn zu sehen und sich vor allen Dingen nicht entmutigen zu lassen. Streitet um Abfindungen, kämpft wo es geht. Allen anderen kann ich nur sagen boykottiert die Produkte. Solch eine Vorgehensweise, die dort an den Tag gelegt wurde, ist Verachtenswert.

    • Nintendo-Kunde sagt:

      Zitat:“Das die Firmenzentrale nach Ffm verlegt wird, wo man Miete bezahlen muss anstatt den Standort Großostheim, der Eigentum der Firma ist, zu halten bzw. auszubauen zeigt, wohin der Weg führt.“

      Dem stimme ich zu.

      Allerdings geht der Weg aber eindeutig Richtung Digitaler Vertrieb (Downloads). Das Problem ist nur, das der durchschnittliche Nintendo-Kunde überhaupt keine Downloads möchte, sondern die Spiele lieber auf Karte oder Disc bevorzugt.

      Zitat:“ Allen anderen kann ich nur sagen boykottiert die Produkte. Solch eine Vorgehensweise, die dort an den Tag gelegt wurde, ist Verachtenswert.“

      Das ist doch schon längst passiert, siehe aktuelle Verkaufszahlen der WiiU.

      Wer auf Nintendo Produkte ungern verzichten möchte, aber wegen der Schließung der Niederlassung in Großostheim sie gleichzeitig auch boykottieren will, für den gibt es gleich zwei Ausweichmöglichkeiten. Künftig nur noch gebrauchte Spiele kaufen oder Spiele und Konsolen über das Internet aus Amerika bestellen.

  6. Nintendo hat mit 95% leiharbeiter produziert und der Rest wurde hingehalten. Große versprechen wurden für eine Festeinstellung gemacht, für zwei Jahre sinnloses arbeiten musste nicht nur ich gehen. Aber die Rache kommt JETZT .

  7. Chantal sagt:

    Aufruf an alle (ALLE!) Nintendo -Mitarbeiter: Meldet euch geschlossen ab Dienstag krank. Besonders die Abteilungen, ohne die wirklich GAR NICHTS mehr geht (Personal, IT…!!!). Und sucht Euch währenddessen in Ruhe einen Anwalt und einen neuen Job! 300 von Euch „Job Weiterführung in Frankfurt“ angeboten wird, ist reine Augenwischerei und eine weitere brutale Lüge – denn sie behalten Euch nur so lange, bis Ihr den Umzug nach FFM schön reibungslos über die Bühne gebracht habt, dann holen sie noch mehr billige Externals und entlassen Euch mit der Begründung, dass der Umzug nun leider auch nicht den gewünschten Erfolg hatte.

    • Leser sagt:

      Toller Hinweis Chantal: Wer „krankfeiert“, dem droht der direkte Weg in die Beschäftigungs-losigkeit. Sozialplan ade!!!

      • Chantal sagt:

        Also die (…) Vorgehensweise von Nintendo und die Art, wie die Mitarbeiter hier vor vollendete Tatsachen gestellt bzw. überhaupt erst aus der Zeitung erfahren haben, dass sie de facto ihren Job los sind, kann schon körperlich krankmachen (Bluthochdruck, Stresssymptome, Magenschleimhautentzündung etc pp), denke ich.

        • Leser sagt:

          @Chantal
          So ist halt das Leben, hart aber ungerecht!
          Wenn Nintendo den Standort Grossostheim schließt, dann machen die zu, ob sich nun 130 Hansel aufregen oder nicht! Von was träumt ihr eigentlich Nachts? Das ist freie Marktwirtschaft, stimmt der Profit nicht, werden Arbeitsplätze abgebaut. Da wird doch nicht auf Managementebene gespart.
          Arbeiter sind ersetzbar und in Hülle und Fülle verfügbar!
          Die ganze Aufregung macht nur krank und dann ist man schneller auf Harz4 als einem lieb ist.
          Arbeiter-Nostalgie aus dem vorigen Jahrhundert:
          „Mann der Arbeit, aufgewacht!
          Und erkenne deine Macht!
          Alle Räder stehen still,
          wenn dein starker Arm es will.“

    • lubo sagt:

      @Chantal
      Der Vorschlag ist nicht schlecht. Nur bekommt man das mit den deutschen Duckmäusern nicht hin! Die haben keine Eier hier. Sonst würde in diesem Land so manches anders laufen, gelaufen sein!
      Schämt euch!
      Zeit- und Leiharbei, Outsourcen, Ausgliederung …. hättet ihr alles verhindern, erschweren bzw. zu sozialeren Bedingungen verhelfen können!

  8. Mitarbeiter sagt:

    Wenn schon gespart werden muss, werden wenigstens auch ein paar der überbezahlten nichtsnutzigen Manager outgesourced? Die sind nämlich die wirklich schuldigen an der Misere. Wer so ignorant am Markt/Kunden vorbei wirtschaftet, kann nicht alles seinen einfachen Mitarbeitern in die Schuhe schieben. Die müssen über die Feiertage ihren Familien erklären, wie es weitergehen soll. Soviel zur Familienfreundlichkeit des Unternehmens.

  9. Noch Mitarbeiter von Nintendo sagt:

    Japanische Chefs werden aus Japan nach Deutschland eingeflogen, bekommen außer ihrem Spitzengehalt noch ein Geschäftsauto, eine Wohnung und Privatschule für ihre Kinder bezahlt.
    Fast jeder D…fährt bei Nintendo ein Geschäftsauto.
    Zu Geschäftsterminen wurde in naheliegende Städte geflogen und nicht mit dem „Geschäftsauto“ gefahren!
    An diesen Stellen hätte gespart werden müssen! Wir bekamen letztes Jahr gesagt, daß wir dieses Jahr keine Lohnerhöhung bekommen. Gerade wir, die sowieso einen geringen Lohn bekommen! Die Spitzenverdiener bekamen natürlich ihre Lohnerhöhung. Wenn es heißt, niemand bekommt dieses Jahr eine Lohnerhöhung, dann muss es auch für Alle gelten. Und ganz ehrlich! Als Arbeit da war waren wir gut genug und jetzt wollen sie uns los werden! Dabei hätte ohne uns Nintendo nicht existieren können. Denn wir waren es, die drei Schichten gearbeitet haben, Überstunden gemacht und unsere Knochen kaputt gearbeitet haben, wenn neue Spiele oder Konsolen auf den Markt gekommen sind.
    Dies ist nun der Dank!

  10. Noch Mitarbeiter sagt:

    Wir wussten schon lange, dass was „im Busch“ ist. Wir hatten immer weniger Arbeit. Aber jedesmal wenn wir nachfragten, bekamen wir zur Antwort: „Macht euch keine Sorgen. Das geht jetzt ca. 1-2 Jahre so, dass es schlecht aussieht bei Nintendo, aber dann gehts wieder aufwärts“. Diese Worte kamen von der Geschäftsleitung und vom Betriebsrat. Als wir am Freitag kurzfristig viertel vor elf Uhr zum Meeting geholt wurden, ahnten wir nichts Gutes. Wir vermuteten, dass Kurzarbeit angesagt wird. Aber was uns dort erwartete, war ein Schock. Punkt elf Uhr bekamen wir mitgeteilt, dass wir ab 1. September 2014 arbeitslos sind. Die Geschäftsleitung hat dies einfach beschlossen… hinter dem Rücken vom Betriebsrat. Dieser hätte uns vielleicht noch retten können…alle Arbeiten von Dienstleistern zurückholen, damit „WIR“ wieder Arbeit haben. Die Geschäftsleitung wusste dies jedoch zu verhindern. Uns einfach so zu belügen und uns einfach sagen, dass wir nun keine Arbeit mehr haben…das ist nicht in Ordnung.
    Man kennt dies nur aus dem Fernsehen. Jedesmal habe ich mit den Menschen die ihre Arbeit verloren hatten mitgelitten…nun bin ich Einer davon.
    Wie soll es nun weitergehen frag ich mich…wie schnell finden wir wieder neue Arbeit, oder…finden wir überhaupt wieder Arbeit? Fast jeder von uns hat Kinder, die ernährt werden müssen.Sie können am wenigsten dazu und müssen nun wahrscheinlich am meisten zurückstecken.
    Selbst wenn wir Arbeitslosengeld bekommen(etwa 67% vom Nettolohn?)…was ist das? Ein bisschen mehr als die Hälfte und bei einem Nettoverdienst zwischen 1100,– € und 1300,–€ ist das gar nichts. Das Geld fehlt. Und wie schnell rutscht man in „Hartz IV“?
    Wenn ich daran denke bekomme ich Panik.
    Jahrelang hart für Nintendo gebuckelt. Überstunden gemacht bis zum Umfallen, nie krank gewesen…und dies ist nun der DANK!

    • Müller sagt:

      Ich hoffe Sie wissen noch wessen Errungenschaft das „Hartz IV“ ist. Die Gewerkschaften sollten vehement auf das Komplettversagen der SPD hinweisen.

    • Jens sagt:

      Hören sie auf mit Ihrer erbärmichen Winselei und hören Sie auf, Ihre Kinder als Druckmittel nach vorne zu schieben. So etwas ist billig und erbärmlich. E sist für alle Mitarbeiter schlimm, auch Alleinstehende oder ältere menschen ohne Kinder. So etwas kann passieren, wenn Sie sicherheiten wollen, setzen sie keine Kinder in die wWelt. Die Heulerei ist ja unerträglich

      • sowhat sagt:

        der einzige der WINSELT sind Sie

        zwischen dem was Eltern mit Kindern dadurch erleiden können
        und einem Single sind Welten

        als Single such ich mir einfach was anderes, gehe irgendwo anders hin, bin völlig unabhängig von Verantwortung anderen gegenüber

        ebenso als ältere jenseits der 50
        wenn ich 30 Jahre nur für mich Sorgen musste, hatte ich GENÜGEND Zeit und Möglichkeiten vorzubereiten

        Wenn ein Alleinstehender rumheult, dann hat der Zeit seines Lebens versagt

        Vergleiche von Menschen die Verantwortung für andere übernehmen und Egoisten sind nicht zulässig
        als Vater oder Mutter habe ich nicht

        • Grossostheimer sagt:

          Verstehen Sie den Quatsch den Sie schreiben eigentlich selbst?
          Meinen Sie wirklich daß mit der Geburt von Kindern eine Jobgarantie auf die Welt kommt?
          Wenn der Job weg ist, ist er weg!
          Dann treffen sich Familienväter, Häuslebauer, Alleinstehende und ältere Arbeitnehmer auf dem Arbeitsamt.

          • sowhat sagt:

            jaklar verstehe ich den :)

            als ungebundener Single ohne Haus, da such ich mir einfach was anderes

            wenn ich aber Familie habe,
            dann ist es ungleich schwerer

            außerdem
            wer heute 60 ist und rumheult
            hat sein leben lang sehr viel falsch gemacht

            da gabs hervorragende Möglichkeiten für viele Jahre, um auch für schwierigere Zeiten vorbereitet zu sein

            wer die nicht genutzt hat……..

            zudem
            auch schon vor 25 Jahren hat man sehr deutlich gesehen

            es wird nicht so bleiben
            amerikanische Systeme (Hire&Fire) nehmen zu

            wer sich nicht ständig weiter entwickelte und einfach nur hoffte…..na dem kann man heut auch nicht mehr helfen

            richtig schwer wirds erst für die jetzt jungen und die zukünftige Generation

            wer auch nur kurz stehen bleibt
            fällt hinten runter
            das das nicht schön ist….
            aber es ist wie es ist und es wird niemand kommen um einen an die Hand zu nehmen

  11. Mitarbeiter von Nintendo sagt:

    gemacht. Fakt ist: Die hohen Herrschaften die sowieso ein Spitzenverdiest bekommen haben auch dieses Jahr ihre Lohnerhöhung erhalten. Wir Kleinverdiener sind nun erst Recht aufs Urlaubsgeld angewiesen.

  12. Mitarbeiter von Nintendo sagt:

    Kürzlich erfuhren wir vor der Betriebsratswahl dass wir dieses Jahr keine Lohnerhöhung bekommen werden aber auf Jedenfall Urlaubsgeld. Wir bekamen dies sogar schriftlich mitgeteilt. Nun nach der gestrigen Kündigung bin ich mir nicht mehr sicher.
    der Betriebsrat hat schon soviele leere Versprechungen

  13. Noch Nintendo Mitarbeiter sagt:

    Ich bin so enttäuscht und wütend. In der letzten Betriebsversammlung wurde uns von der Geschäftsleitung und Betriebsrat hoch und heilig versprochen dass keiner von uns Mitarbeitern arbeitslos wird….und nun das…weil wir in den roten Zahlen stehen. .Es hätte von Anfang an an anderen Stellen gespart werden müssen….z.B. wurden Flüge bezahlt für kurze Strecken die man auch locker mit dem Auto fahren hätte können…abgesehen von den vielen unnötigen Geschäftsautos die eine Menge Geld kosten. Japanische Vorgesetzte die mit ihren Familien nach Deutschland eingeflogen werden…eine Unmenge Geld verdienen und noch von Nintendo Wohnung und Privatschule bezahlt bekommen. Das ist eine Frechheit und dafür müssen wir gehen. Wie soll es nun weitergehen…wie sollen wir nun unsere Familien versorgen….wie sollen wir das unseren Kindern beibringen…jetzt noch kürzer zu treten. Ich meine …. der Lohn bei Nintendo war sowieso ein Hungerlohn…ich meine als Familienvater knapp 1200 € netto zu verdienen….jetzt wird es noch schlimmer…

  14. Chantal sagt:

    Ich kann das ganze noch toppen: Mitarbeiter, die sich heute zufällig im Urlaub befanden, haben vom wahrscheinlichen Verlust ihres Arbeitsplatzes DURCH DIE ZEITUNG erfahren! Niemand, weder Vorgesetzte noch Kollegen, hat es für nötig gehalten, sie vorzuwarnen. Dieses Unternehmen ist eine Schande, sie kennen nur ihren Profit, beuten ihre Mitarbeiter aus (jahrelang ohne jede Gehaltserhöhung, dafür immer mehr Arbeit & Verantwortung) und verstecken diese Machenschaften hinter ihren ach so putzigen Spielfiguren, die man dann beim ach so beliebten Nintendo Oktoberfest in voller Grösse bewundern darf – neben dem gefühlt 12-jährigen japanischen Manager, der in einer goldfarbenen Daunenjacke auf dem Tisch tanzt. Fuck. Them. All.

  15. kein Nintendo Mitarbeiter sagt:

    Troll? Du musst aus der Chefetage sein Anonymus. Ist kein Geheimnis hier. Jeder der mindestens einen noch oder ex Nintendo Mitarbeiter kennt weiss ueber die Firma bescheid! DIE SCHEISSEN AUF ALLE Mitarbeiter und Kunden gleichermassen!

  16. Super Mario sagt:

    Wie lange war den Nintendo in Großostheim ?
    20 Jahre mindestens. Verlegt Doch das ganze von Frankfurt nach Großostheim.
    In Großostheim gibt es schon genug leerstehende Hallen.

  17. Konrad sagt:

    „Vielmehr liegen ihr umfassende Analysen und gewissenhafte Abwägungen zu Grunde.“ Das klingt so, als hätte man auch gute Gründe gehabt es nicht zu machen. Ich habe eher das Gefühl, dass hier eine ganz schlechte PR am Werk war und die Schuld wieder auf die Mitarbeiter abgeleitet wird: „…sich besser an einen sich sehr schnell wandelnden Markt anzupassen“ heißt doch im Umkehrschluss, dass die derzeitigen MA, abgesehen von Standortpolitik, nicht in der Lage waren. Fakt ist aber, dass das Management zu langsam auf den wandelnden Markt reagiert hat und einfach zu rote Zahlen geschrieben werden. Statt mit der Wahrheit den Mitarbeitern Respekt für Ihre bisherige Arbeit zu zollen, und das verantwortliche Management zu schelten, schreibt man so eine S…..“. Sorry, aber DAS ist nicht fair den ganzen Beschäftigten gegenüber. Der Text hätte lauten eher müssen: „Leider hat es unser Management nicht verstanden, das Potential des Spielemarktes für unsere Unternehmen zu nutzen. Im Gegenteil: Fehlentscheidungen haben dazu geführt, dass wir heute eine für uns schmerzliche Entscheidung treffen müssen und den Standort Großostheim schließen werden. Die Schließung ist für den 31.12.2014 geplant. Wir möchten uns in aller Form bei den betroffenen Mitarbeitern entschuldigen und werden großzügige Lösungen mit Betriebsrat und Politik erarbeiten. Dies ist das Mindeste was wir tun können, um unsere Dankbarkeit für das Engagement unserer Mitarbeiter auszudrücken, die keinerlei Schuld an der Situation haben. Wir bedauern die Schließung zutiefst. Wir hoffen jedoch, dass unsere Maßnahmen wirken und wir mittelfristig das Unternehmen Nintendo Deutschland zu konsolidieren. Vlt. besteht so auch die Möglichkeit einer „2. Begegnung“. Das Game ist noch nicht over. Wir möchten alle Mitarbeiter bitten, uns auch in dieser Phase mit Loyalität und Engagement zu unterstützen.“

  18. Nintendo Mitarbeiter sagt:

    Ein Schock für alle von uns!
    Kurzfristig viertel vor 11 Uhr wurden wir heute in den Showroom gebeten und Punkt 11 Uhr erfuhren wir, dass wir ab August 2014 arbeitslos sind.

    • Ex Nintendo Mitarbeiter sagt:

      Ja so ist Nintendo. …………..sehr traurig für die Mitarbeiter es trifft immer die falschen………….aber gut das die Machenschaften fast ein ende haben…………

      • Nintendo-Kunde sagt:

        Zitat: „aber gut das die Machenschaften fast ein ende haben“

        Wie ist das genau gemeint, wenn ich nachfragen darf ?

        • Ex Nintendo Mitarbeiter sagt:

          Verträge von Mitarbeitern, Umgang mit Zeitarbeitern,Gehältern um nur kleine Beispiele zu nennen.

          • Nintendo-Kunde sagt:

            Das ist leider bei vielen Firmen auch nicht anders.

            Nintendo kann sich mit den großen Geldreserven, die sie sich über Jahre erwirtschaftet bzw. angespart haben eigentlich immer noch locker leisten, eben mal 130 Arbeitnehmer in schlechteren Zeiten mitzuziehen. Ich würde mich nicht wundern wenn sich die betroffenen Mitarbeiter krank schreiben lassen.

            Bei Nintendo muss an ganz anderer Stelle abgebaut werden.

        • Anonymous sagt:

          Höchstwahrscheinlich ein Troll; ignoriere ihn.

          • Ex Nintendo Mitarbeiter sagt:

            Natürlich Lüge ich und bin ein Troll
            Bitte genau das Kommentar von Konrad lesen was es genau auf den punkt bringt
            Oder das Kommentar des NOCH Nintendo Mitarbeiter

            Kurzfristig viertel vor 11 Uhr wurden wir heute in den Showroom gebeten und Punkt 11 Uhr erfuhren wir, dass wir ab August 2014 arbeitslos sind.

            da weiß man wie dort die Uhren ticken……….

          • Ex Nintendo Mitarbeiter sagt:

            das ist kein Troll, er schreibt die Wahrheit. Ich kenne das auch. Große Anwerbaktionen liefen übers Arbeitsamt mit Zeitverträgen und einem Lockangebot von eventueller Übernahme. Das Hauptgescheschäft war rum und keiner wurde übernommen. Du stehst am Band und darfst nicht mal auf Toilette.Wirst angetrieben wie ein Stück Vieh. <es gibt mit Sicherheit noch einige die da mitreden können.

          • Anderer Ex-Mitarbeiter sagt:

            Das ist echt hart. Da kann ich ja echt froh sein das mir das schon vor zwei Jahren passiert ist. Werden alle Mitarbeiter wissen was da Passiert ist, Kosteneinsparung durch Umstrukturieren. Aber Jungs und Mädels, gebt die Hoffnung nicht auf. Vielleicht sieht man sich ja noch in einer anderen Firma wieder. Mann sieht sich immer 2 mal im Leben.

            Es ist einfach nur ne Richtige Große Schande für Nintendo Sowas zu machen.
            Mann ist halt doch nur ne Nummer aufem Papier was man auch so schön verbrennen kann.

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